Een duitse text over waak-coma
In Österreich erleiden jährlich laut Österreichischer Wachkomagesellschaft etwa 400 Menschen das Schicksal des Wachkomas. Es handelt sich dabei um eine der schwersten Schädigungen des Gehirns, die das Überleben aber gerade noch gewährleistet.
Rund 100 Betten für Wachkoma-Patienten gibt es in Österreich, so Prim. Dr. Johann Donis, Präsident der Wachkoma-Gesellschaft und Vorstand der Neurologischen Abteilung im Geriatriezentrum Lainz. "400 wären jedoch nötig. Wenn man allerdings bedenkt, dass wir vor fünf Jahren bei Null gestanden sind, sind 100 bereits ein Erfolg." Auch europaweit liege man damit im Spitzenfeld.
Ursachen
Verschiedene Ursachen wie z.B. schwere Schädel-Hirn-Verletzungen infolge eines Unfalles oder ein Zustand nach Reanimation können dieses schwere neurologische Krankheitsbild laut Österreichischer Wachkomagesellschaft auslösen. Der Patient bleibt beim Wachkoma in einem Koma ähnlichen Zustand mit zeitweise geöffneten Augen. Er ist aber nur beschränkt in der Lage, Reize und Informationen aus der Umwelt aufzunehmen und darauf adäquat zu reagieren.
"Meistens passiert es nach Sauerstoffmangel des Gehirns, nach einem Herzinfarkt, Schlaganfall oder einer Gehirnblutung", sagte der Wiener Herbert Trojer. Trojer ist Gründungsmitglied der Gesellschaft und selbst Vater einer 31-jährigen Wachkoma-Patientin, die sich seit sechs Jahren - nach einem Autounfall in Thailand - in diesem Zustand befindet und im Geriatriezentrum in Lainz liegt. 24 Betten hat diese Wachkoma-Station, auf 40 Betten soll sie bis in den Sommer ausgebaut werden. Der Altersschnitt der Patienten in Lainz, so Donis, liegt bei 40 Jahren.
Fünf Stunden pro Tag sind der Pensionist Trojer und seine Frau bei der Tochter. An ein Abschalten der lebenserhaltenden Geräte hat Trojer noch nie gedacht. "Das ist kein Thema. Wir sind wie alle Angehörigen über den kleinsten Fortschritt dankbar." Außerdem ist die Sterbehilfe in Österreich gesetzlich verboten.
Stufen der Rückführung
Für Wachkoma-Patienten gibt es laut Trojer acht Stufen der "Rückführung", die Remissionsstufen genannt werden. Seine Tochter befindet in der Stufe zwei bis drei. "Sie lächelt, wenn wir ihr etwas Lustiges erzählen und weint, wenn sie etwas Trauriges im Fernsehen sieht." Die Patienten würden von ihrer Umwelt generell sehr viel mitbekommen, das Problem sei nur, dass sich nicht oder nur schwer mitteilen können.
Die Kosten für die Betreuung eines Wachkoma-Patienten sind enorm und belaufen sich laut Donis auf rund 7.000 Euro pro Monat. Es gehe aber nicht allein darum, den Patienten zu betreuen, auch die Angehörigen gehören ständig unterstützt. Zu diesem Zweck gibt es, so Donis, regelmäßige Angehörigentreffen.
Neben Lainz gibt es laut Donis spezialisierte Zentren mit sechs bis 25 Betten für Wachkoma-Patienten im Haus der Barmherzigkeit in Wien, in Graz, Rankweil, Gmunden und Christkindl. Niederösterreich sei dabei, seine Wachkoma-Pflege derzeit in sechs Orten auszubauen und damit 36 zusätzliche Betten zur Verfügung zu stellen.